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Nuri |
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Napatanischer Königsfriedhof in Obernubien, etwa 25 km südwestlich des 4. Nilkatarakts und einige Kilometer nordöstl. von Napata gelegen. Nuri war von der Mitte des 7. bis ins frühe 3. Jh. v. Chr. Begräbnisplatz der kuschitischen Königsfamilie (d. h. nach El-Kurbu und vor der Anlage des Süd-Friedhofes von Meroe). George Reisner zufolge, auf den der grösste Teil der Ausgrabungen zurückgeht, enthält Nuri die Gräber von mindestens 19 napatanischen Königen, darunter auch das Grab von Pharao Taharqa (690-664 v. Chr.) aus der 25. Dynastie. Jedes dieser Gräber besass einen kleinen pyramidenförmigen Oberbau aus lokalem Sandstein. Im – meist aus drei Kammern bestehenden - unterirdischen Teil der Grabanlage war der mumifizierte Leichnam des Verstorbenen in einem Holzsarg oder Steinsarkophag bestattet, umgeben von Grabbeigaben, unter denen sich viele aus Ägypten importierte Luxusgegenstände befanden. Die stilistischen Veränderungen in den napatanischen Königsgräbern dienten Reisner als Grundlage für seine relative Chronologie kuschitischer Könige. Wie in el-Kurru, waren die napatanischen Königinnen auch hier in einem eigenen Abschnitt des Friedhofs bestattet worden, zu dem über 50 Gräber gehören. |
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