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Altes Ägypten, Pharaonen
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Nun

Der Gott Nun personifiziert den ursprünglich gestaltlosen Ur-Ozean, das Chaos, aus dem einst der Urhügel des Sonnengottes Atum auftauchte. Die Masse der von Nun verkörperten negativen Kräfte existierte nach ägyptischer Überzeugung auch nach dem ersten Schöpfungsakt an den Rändern des Universums weiter. Der Nun beherbergte somit alles, was - wie totgeborene Kinder oder „verdammte“ Seelen - ausserhalb der Grenzen des Universums lag.
Man hat vermutet, dass die Wellenmauern (Wechsel von Abschnitten mit konvex bzw. konkav verlegten Ziegelschichten), wie man sie von Umwallungen vieler ägyptischer Tempel kennt - so z. B. von Karnak und Dendera -, die Wellen des Urgewässers Nun symbolisieren sollten. Damit wurden die Wasser des Chaos wirksam an den Grenzen des Tempels zurückgehalten, der ja selbst eine Metapher für das Universum war. Da Nun auch die Tiefen der Unterwelt verkörperte, wurde er oft als bärtige Gestalt dargestellt, die die Sonnenbarke in die Höhe hält. Zusammen mit seiner Gemahlin Naunet gehörte er zu den Schöpfergottheiten der Achtheit von Hermopolis.


 

 

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