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„Geburtsname“ zweier
Herrscher der 26. Dynastie (664-525 v. Chr.).
Nekau I. (672-664 v. Chr.) wird - als letzter Herrscher - auch der 25.
Dynastie zugerechnet; eigentlich war er aber - zumindest nominell - der 1.
der Saitenkönige, denn als der Assyrer-König Asarhaddon Ägypten 671 v. Chr.
eroberte, ernannte er den Delta-Fürsten „Nekau von Sais und Memphis“ zum
Vasallenkönig über Ägypten. Wahrscheinlich wurde Nekau von Kuschitenkönig
Tanwetamani 664 v. Chr. getötet; der unterägyptische Thron ging an Nekaus
Sohn Psammetich I. (664-610 v. Chr.), den Asarhaddon als Fürst von Athribis
(Tell Atrib) eingesetzt hatte. Nur wenige Monumente von Nekau I. sind
erhalten, darunter allerdings eine glasierte, mit seiner vollen
Königstitulatur beschriftete Horusfigur.
Nekau II Wehemibra (610-595 v. Chr.) war der 3. Saitenkönig und Nachfolger
von Psammetich I. Binnen eines Jahres nach seiner Thronbesteigung hatte er
sich den Niedergang des Assyrerreiches zunutze gemacht und die Königreiche
Israel und Juda unter ägyptische Oberherrschaft gebracht. Für etwa vier
Jahre erstreckte sich das ägyptische Reich wieder in die Levante; nach der
Schlacht von Karkemisch (605 v. Chr.) fiel der syr.paläst. Raum an Babylon,
dessen Armeen um 601 v. Chr. dann die ägyptische Ost-Grenze selbst
bedrohten.
Nekau Il. ermutigte griech. Händler und Seeleute, Kolonien im Delta zu
errichten, und stellte eine Militärflotte auf, die mit griech. Söldnern
bemannt war. Er ordnete auch die Anlage eines Kanals durch das Wadi Tumilat
an, der den pelusischen Nilarm mit der Nord-Spitze des Roten Meeres verband.
Im Zusammenhang mit diesem Projekt im Wadi Tumilat gründete Nekau die Stadt
Per Temu Tjeku („das Haus des Attun von Tjeku) an der Stelle des heutigen
Tell el-Maschuta. |