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Altes Ägypten, Pharaonen
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Natron

Natürlich vorkommende Verbindung, die zum grössten Teil aus Natriumcarbonat (Soda) und Natriumbicarbonat (Natriumhydrogencarbonat) besteht. Von besonderer Bedeutung war Natron für Reinigungsrituale, nicht zuletzt bei der Mumifizierung; in der Ptolermerzeit (332-30 v. Chr.) bestand ein königliches Monopol darauf. Natron leistete u. a. bei der täglichen Reinigung wertvolle Dienste für Zwecke, bei denen wir heute zu Seife oder Zahnpasta greifen. Auch eine Vielzahl „industrieller“ Awendungen gab es, v. a. bei der Herstellung von Glas und Glasuren spielte es eine wichtige Rolle, auch wenn es bei der Glasherstellung offenbar vor der Ptolemäer- und Römerzeit nicht in grösserem Umfang als Alkali-Quelle genutzt wurde.
Das bekannteste Natron-Vorkommen liegt im unterägyptischen Wadi Natrun, doch sind auch Vorkommen im oberägyptischen Elkab und in der unterägyptischen Provinz Beheira bekannt. In all diesen Gebieten findet sich die Substanz als Ablagerung an den Ufern und am Boden früherer Seen. Die Vorkommen im Wadi Natrun und in Elkab sind in Textzeugnissen aus der Pharaonenzeit erwähnt, und sowohl Strabon (um 64 v. Chr. - 21 n. Chr.) als auch Plinius (23-70 n. Chr.) berichten über Natron-Vorkommen in Ägypten.


 

 

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