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Mirgissa (altägyptisch Iken ?) |
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Befestigte Siedlung des
Mittleren Reiches (2055-1650 v. Chr.) in Unternubien, etwa 350 km südl. des
modernen Assuan auf dem West-Ufer des Nils am südlichen Ende des 2.
Katarakts gelegen. Nach der Fertigstellung des Assuan Hochdammes 1971 ist
der Ort im Nassersee versunken; bis dahin waren zwei Festungen aus der 12.
Dynastie (eine auf dem Wüstenplateau, die andere in der Talsohle) und zwei
Friedhöfe erhalten. Die Festung auf dem Plateau war von einem Graben sowie
einer inneren und einer äusseren Umfassungsmauer umgeben. Mit einer
Gesamtfläche von etwa 4 ha war sie die grösste von 11 Festungen, die in der
Regierungszeit Senweserets III. (1874-1855 v. Chr.) zwischen dem 2. und 3.
Katarakt zum Schutz des königlichen Monopols auf den Handel mit dem Süden
errichtet wurden. Mirgissa besass u. a. Kornspeicher, ein Arsenal (wo
Speere, Wurfspiesse und Schilde hergestellt und aufbewahrt wurden), eine
ausgedehnte Kaianlage und eine Gleitbahn aus Nilschlamm (auf der die Schiffe
zur Umgehung der Kabuka-Stromschnellen auf dem Ufer gezogen wurden). Diese
Faktoren lassen vermuten, dass Mirgissa nicht nur eine Garnison war, sondern
dass dort auch Handelsgüter gelagert wurden. |
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