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Merimda Beni Salama |
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Prädynastische Siedlung
am West-Rand des Deltas, etwa 60 km nordwestl. von Kairo. Ausgrabungen
deutscher Archäologen zwischen 1928 und 1939 sowie in den 80er Jahren
brachten die ersten Belege für wirklich sesshaftes Dorfleben im Niltal. Die
„Merimda“-Stufe der prädynastischen Zeit in Unterägypten scheint in etwa
zeitgleich mit der späten Badari- und Amra-Kultur („Amratien“ oder Naqada-I).
Die Gesamtfläche des Siedlungsgebietes wird auf 180000 m2 geschätzt, und
stellenweise erreicht die Schuttschicht eine Höhe von 2 m. Radiokarbondaten
zufolge dürfte der Ort zwischen 5000 und 4500 v. Chr. bewohnt gewesen sein.
Karl Butzer schätzte die Einwohnerzahl auf etwa 16000; dies könnte jedoch zu
hoch gegriffen sein: Nach Barry Kemp handelte es sich um eine einzige, sich
allmählich verlagernde Siedlung, und nicht um eine Ansammlung gleichzeitig
bewohnter Orte. Die in der Siedlung liegenden Gräber enthielten meist die
Gebeine von Kindern und keinerlei Grabbeigaben. |
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