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Meretseger (Meresger) |
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Thebanische Schlangengöttin; wörtlich übersetzt bedeutet ihr Name „die das Schweigen liebt“. Ihr Kult ist hauptsächlich im Neuen Reich (1550-1069 v.Chr.) belegt. Man glaubte, sie wohne auf dem Berg, der das Tal der Könige überblickt und einst ihren Namen trug. Infolge dieses topographischen Bezugs wurde sie bisweilen auch „Bergspitze des Westens“ genannt. Ihr Reich umfasste die ganze thebanische Nekropole; besonders verehrt wurde sie von den Arbeitern von Deir el-Medina, die ihr viele Stelen weihten. Man glaubte, sie strafe jene, die ein Verbrechen begingen, mit Blindheit oder Gift, und die Stelen wurden oft - in der Hoffnung auf Heilung - als Sühne für solche Vergehen aufgestellt. Als die thebanische Nekropole ab der 1. Dynastie (1069-945 v. Chr.) ihre Bedeutung verlor, erlebte auch der Meretseger-Kult seinen Niedergang. |
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