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Altes Ägypten, Pharaonen
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Kronen und Königsinsignien

Der König kann je nach zeremoniellem Anlass mit unterschiedlichen Kopfbedeckungen dargestellt sein. Die älteste Darstellung einer Krone zeigt eine hochaufragende, konische Kopfbedeckung mit kugeligem Abschluss. Dies ist die oberägyptische oder Weisse Krone (hedjet), die schon auf dem Keulenkopf des Königs Skorpion und auf der Narmer-Palette (um 3000 v.Chr.) zu finden ist. Gelegentlich wird sie auch als Nefer oder „Weisser Nefer“ bezeichnet. Auf der Narmer-Palette ist auch die Krone von Unterägypten oder Rote Krone (descheret) abgebildet, die aus einem „sesselartigen“ Gebilde besteht, aus dem eine nach innen eingerollte Spirale herausragt. Mit der Reichseinigung wurden diese beiden Kronen als „die beiden Mächtigen“ in der Doppelkrone (pschent) vereint.
Der König konnte auch das Nemes-Kopftuch tragen. Dabei handelte es sich um ein rechteckiges, gestreiftes Tuch, das über der Stirn eng anlag und rechts und links des Gesichts in zwei Streifen auf die Brust fiel; der vom Hinterkopf herabhängende Teil wurde zu einer Art Zopf zusammengedreht. Uräus und Geier schmückten die Stirn. Dieses Kopftuch trägt die berühmte Goldmaske des Tutanchamun. Eine einfachere Abart davon war die Königshaube chat. Ab der 18. Dynastie trugen Könige auch die - zuweilen fälschlicherweise als „Kriegshelm“ bezeichnete - Blaue Krone (chepresch), eine helmartige Kopfbedeckung aus Stoff mit flügelartig vorspringenden Seiten, die mit goldfarbenen Scheiben verziert war. Die bei bestimmten religiösen Ritualen getragene Atef-Krone besteht aus der Weissen Krone mit zwei Federn an den Seiten und einer kleinen Scheibe am oberen Abschluss.
Zu den markantesten Teilen der königlichen Insignien gehören der sog. Krummstab (heqa), tatsächlich ein Zepter, das „Herrschaft“ symbolisiert, und die Geissel oder der Wedel (nechacha), ursprünglich vielleicht einmal ein Fliegenwedel. Bevor die Geissel zum Herrschaftsemblem wurde, brachte man sie vor allem mit den Göttern Osiris und Min sowie mit heiligen Tieren in Verbindung.


 

 

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