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Altes Ägypten, Pharaonen
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Katze

Von Bedeutung als Haustier und als Symbol für Gottheiten wie Bastet und Ra (der „Grosse Kater von Heliopolis“) Im alten Ägypten gab es zwei einheimische Katzen-Arten: die Rohr-Katze (auch Sumpfluchs, Felis chaus), die nur in Ägypten und im südöstl. Asien vorkommt, und die afrikanische Wild-Katze (Felis silvestris libyca). Die frühesten äg. Überreste einer Katze stammen aus einem Grab des prädynastischen Friedhofs von Mostagedda in der Nähe des heutigen Assiut; dieser Fund deutet darauf hin, dass die Ägypter bereits im späten 4. Jahrtausend v. Chr. Katzen als Haustiere hielten.
Das äg. Wort für „Katze“ war das lautmalerische mirw, das, un den Pyramidentexten nicht erwähnt, seit dem Alten Reich in mehrere Personennamen einging, so in den Eigennamen des Pharaos Pamiu oder Pimai (773-767 v. Chr, 22. Dynastie), der wörtl. „der Kater“ bedeutet. Die früheste ägyptische Katzen-Darstellung sind drei Hieroglyphenzeichen, die sitzende Katzen zeigen. Sie waren Teil der Bezeichnung „Herr der Stadt der Katzen“, mit der ein - möglicherweise bereits in die Zeit Pepis II. (2278-2184 v. Chr.) zu datierender - Steinblock in El-Lischt beschriftet war. Ab der 12. Dyn. finden sich immer häufiger Katzen-Darstellungen in den Wandmalereien in Privatgräbern, wo sie entweder in Jagd- oder Vogelfangszenen in den Sümpfen oder unter dem Stuhl des Grabherrn sitzend zu sehen sind.
In der Totenliteratur des Neuen Reiches erreicht die Katze dann ihre volle Vergöttlichung: Im Amduat. Sie wird sie zum Dämon, der gefesselte Gefangene enthauptet, und im Buch der Anbetung des Ra („Sonnenlitanei“) scheint sie eine Manifestation des Sonnengottes selbst zu sein, die mit dem bösen Schlangengott Apophis kämpft. Diese Verbindung mit dem Sonnengott führte dazu, dass die Katze auf einer Reihe ramessidischer Stelen abgebildet wurde, die man im Gebiet von Theben fand. Seit der Spätzeit wurden heilige Katzen in grosser Zahl mumifiziert und in unterirdischen Galerien an Orten wie Bubastis (Tell Basta) und dem Speos Artemidos beigesetzt; auch zahlreiche bronzene Votivstatuetten sind erhalten, darunter die „Gayer-Anderson-Katze“ in der Sammlung des Britischen Museums.


 

 

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