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Altes Ägypten, Pharaonen
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Hethiter

Von den Ägyptern Cheta genanntes Volk, das sich im 3.Jt. v. Chr. in Anatolien niederliess, dessen Ursprünge aber etwas im dunkeln liegen. Die Hethiter selbst sprachen eine indogermanische Sprache, doch absorbierte ihr Reich die hurritisch sprechende Bevölkerung von Mitanni, und in der diplomatischen und Handelskorrespondenz wurde oft das Akkadische verwendet.
Während des hethitischen Alten Reiches (um 1750-1450 v. Chr.) entstand in Zentralanatolien der Kernstaat mit der ursprünglichen Hauptstadt Kuschara, die später von dem besser bekannten Boghazköy (dein alten Hattusa) abgelöst wurde. Bis zum 16. Jh. V. Chr. hatten die Hethiter Syrien erobert, und das Hethiter-Reich erstreckte sich im Süden zeitweise bis nach Babylon.
Bei der Ausweitung ihres Reiches (um 1450-1200 v. Chr.) scheinen sich die Hethiter darauf konzentriert zu haben, wieder stärkeren Einfluss in Nord-Syrien zu gewinnen: Sie verdrängten die Mitanni und brachten sie damit in direkten Konflikt mit Assyrien und Ägypten.
Die berühmteste militärische Konfrontation der Hethiter mit Ägypten fand zu Beginn der Regierungszeit Ramses' II. (1279-1213 v. Chr.) statt; sie kulminierte 1274 v. Chr. in der Schlacht von Qadesch, die in vielen Tempeln Ramses' II. verewigt wurde. Die Pattsituation im Gefolge dieser Schlacht, in der offenbar sowohl Ramses als auch der Hethiter-König Muwatallis den Sieg für sich beanspruchte, führte schliesslich im 21. Regierungsjahr Ramses' II. zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages. Dieses Dokument ist auf ägyptischen Monumenten und auf akkadischeu Keilschrifttafeln aus Boghazköy überliefert. Ramses festigte das Bündnis durch die Heirat mit einer Hethiter-Prinzessin, ein Ereignis, das durch die sog. Heiratsstele von Abu Simbel belegt ist. Dies war jedoch nicht der erste Versuch, die beiden Grossmächte miteinander zu verbinden. In den hethitischen Archiven fand sich ein Brief, von dem man annimmt, er stamme von einer kgl. Frau der späten Amarna-Zeit (vielleicht von Anchesenamun, der Witwe Tutanchamuns); diese ersucht darin Hethiter-König Suppiluliuma I., ihr einen seiner Söhne als Gemahl zu schicken. Der fragliche Prinz wurde allerdings auf dem Weg nach Ägypten ermordet, und die vorgeschlagene Heirat scheint nie stattgefunden zu haben.
Während der Phase der Ausweitung des Hethiter-Reiches wurde auch eine streng gehütete Technik der Eisenherstellung entdeckt. Eisen gehörte zu den Gütern, die den Amarna-Briefen zufolge nach Ägypten importiert wurden, wenn auch nur in kleinen Mengen. Ein Eisendolch aus dem Grab Tutanchamuns stammt zweifellos ebenfalls aus dieser Quelle. Sogar bei den Hethitern selbst scheint Eisen als äusserst wertvolles Metall gegolten zu haben, geeignet nur für Prestigegüter.
Im späten 13. Jh. V. Chr. setzten im anatolischen Kernland des Hethiter-Reiches Zerfallserscheinungen ein - vielleicht in Folge des Auftauchens der Seevölker, deren Wanderungen auch für Ägypten eine Bedrohung darstellten. Übrig blieb nur ein „Rumpfreich“ in Syrien in Gestalt einiger „neohethitischer“ Stadtstaaten, die schliesslich im 8. Jh. V. Chr. von Assyrien absorbiert wurden.


 

 

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