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Altes Ägypten, Pharaonen
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Gurob (Medinet el-Ghurob, altägyptisch Mer-wer)

Siedlung am südöstl. Ende des Fajjum, von der frühen 18. Dyn. bis mindestens in die Zeit Ramses V (1147-1143 v. Chr.) bewohnt. Zwischen 1888 und 1920 ausgegraben, wurde Gurob mit der Stadt Mer-Wer gleichgesetzt, die, von Thutmosis III. (1479-1425 v. Chr.) als kgl. Harim gegründet, unter Amenhotep III. (1390-1352 v. Chr.) offenbar ihre Blütezeit erlebte. Flinders Petrie legte einen Teil der NR-Stadt sowie einen als Tempel identifizierten Bau frei, ausserdem Friedhöfe aus dem Neuen Reich und der Ptolemäerzeit (332-30 v. Chr.). Die Arbeit nachfolgender brit. Archäologen konzentrierte sich hauptsächlich auf die Friedhöfe und den Tempel, doch erwähnt W. L. S. Loat die Reste eines kleinen Dorfes aus der 18. Dynastie in der Nähe eines befestigten Gebäudes, bei dem es sich um eine Siedlung aus dem frühen Neuen Reich ähnlich der neben dem S-Palast in Deir el-Ballas
gehandelt haben könnte.
1905 erforschte der deutsche Archäologe Ludwig Borchardt die Stadt. Er vertrat die Auffassung, die Hauptumfassungsmauer habe nicht - wie Petrie gemeint hatte - einen Tempel umschlossen, sondern einen Palast samt barim aus der späten 18. Dyn. sowie die Stadt selbst. Später hat dann Barry Kemp die Ergebnisse der verschiedenen Ausgrabungen ausgewertet und zusammengeführt, um einen Eindruck von der barim-Stadt des Neuen Reiches zu vermitteln, die grösser als das ältere Dorf gewesen sein muss. Die eigentliche Stadt, von einer Umfassungsmauer umgeben und in drei Blöcke aufgeteilt (von denen jeder seine eigenen Umfassungsmauern und Tore besass), scheint auf ein zentrales Kalksteingebäude aus der Zeit Thutmosis' III. ausgerichtet, das von Ramses II. (1279-1213 v. Chr.) schliesslich abgetragen wurde.
Viele der Funde aus der Stadt befinden sich in der Sammlung des Londoner Petrie Museums und wurden im Verlauf einer Nachuntersuchung der gesam Örtlichkeit katalogisiert. Vermutlich ergibt die Kombination von Artefakten aus Stadt, Tempel und Friedhöfen eine repräsentativere Belegsituation als das Material in der besser dokumentierten und besser erhaltenen städtischen Siedlung von El-Amarna, die nur sehr wenige Artefakte aus dem Begräbnis-Bereich aufzuweisen hat.


 

 

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