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Altes Ägypten, Pharaonen
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Fajjum (altägyptisch Ta-schi, Schi-resi, griech. Moeris)

Grosse fruchtbare Senke, die sich etwa 60 km südwestl. von Kairo in der Libyschen Wüste über eine Fläche von 12 000 km2 erstreckt. In der Region liegen archäologische Stätten aus dem Jungpaläolithikum bis in die späte Römerzeit und die christl. Epoche (um 8000 v. Chr. - 641 n. Chr.). Bis ins Paläolithikum bedeckte ein riesiger Salzwassersee die Mitte des Beckens, der sich allmählich in den kleineren, durch den Bahr-Jussuf-Kanal mit dem Nil verbundenen Süsswassersee Moeris verwandelte. Die frühesten Bewohner des Fajjum waren die Angehörigen der epipaläolithischen „Fajjum-B-Kultur“, auf die um 5500 v.Chr. die neolithische „Fajjum-A-Kultur“ folgte. Spuren beider Gruppen fanden als erste Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner im nördlichen Fajjum.
Die Region florierte ab dem Mittleren Reich (2055-1650 v. Chr.), als die ägyptische Hauptstadt nach Itjtawi in der Gegend von El-Lischt verlegt wurde, doch die meisten erhaltenen archäologischen Reste stammen aus der Ptolemäer- und Römerzeit, als Städte wie Karanis (Kom Auschim), Tebtynis (Tell Umm el-Breigat) und Bakchias (Kom el-Atl) ihre Blütezeit erlebten.


 

 

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