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Ethik |
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Während der Pharaonenzeit
sind der akzeptierte Kodex sozialen Verhaltens und die Unterscheidung
zwischen Recht und Unrecht eng verflochten mit Jenseitsvorstellungen und
Kultvorschriften. Der Begriff der Maat (oft als „Wahrheit“ oder „Harmonie“
übersetzt) war der Zentralbegriff altägyptischer Ethik: Sie repräsentierte
den ursprünglichen Zustand von Ruhe und Ausgeglichenheit im Augenblick der
Entstehung des Universums. Die Feder der Göttin Maat wurde gegen das Herz
des Verstorbenen aufgewogen, um zu beurteilen, ob er der Auferstehung im
Jenseits würdig sei. Das sog. negative Sündenbekenntnis - eine Aufzählung
von Verstössen gegen die göttliche und die menschliche Ordnung, die der
Verstorbene nicht begangen hatte - sollte in der „Gerichtshalle“ rezitiert
werden, um einen positiven Ausgang des Verfahrens sicherzustellen. |
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