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Altes Ägypten, Pharaonen
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Elkab (altägyptisch Necheb)

Ort in Oberägypten auf dem O-Ufer des Nils, etwa 80 km südl. von Luxor an der Ausmündung des Wadi Hillal gelegen, mit vorgeschichtlichen und pharaonischen Siedlungen, Felsgräbern der frühen 18. Dyn. (1550-1425 v. Chr.), Resten von Tempeln, die sich von der frühdynastischen Zeit (3100-2686 v. Chr.) bis in die Ptolemäerzeit (332-30 v. Chr.) datieren lassen, sowie Teilen des Mauerwerks eines koptischen Klosters. Die ersten wissenschaftlichen Ausgrabungen nahm James Quibell am Ende des 19. Jh. vor; seit 1937 führten v. a. belgische Archäologen weitere Grabungen durch.
Die mit einer Mauer umgebene pharaonische Siedlung Necheb war eines der ersten städtischen Zentren der frühdynastischen Zeit, und im Neuen Reich (1550-1069 v. Chr.) überflügelte sie die Stadt Nechen (Hierakonpolis) auf dem gegenüberliegenden Ufer, als sie Hauptstadt des 3. oberägyptischen Gaus wurde. Ihre massive, noch in grossen Teilen erhaltene Lehmziegelumwallung aus der Spätzeit (747-332 v. Chr.) umschloss eine Fläche von rund 250 000 m2. Nahe dem Stadtzentrum befinden sich die Ruinen von den Gottheiten Nechbet und Thot geweihten Sandsteintempeln, die im wesentlichen in den Zeitraum von der 18. bis zur 30. Dyn. (1550-343 v. Chr.) zu datieren sind; die ursprüngliche Gründung des Nechbet-Tempels fand allerdings mit grosser Sicherheit bereits im späten 4. Jahrtausend v. Chr. statt.
Zu den Neuen-Reich-Felsgräbern der Gaufürsten von Elkab gehören jenes des Ahmose, Sohn der Ibana, eines Admirals in den Befreiungskriegen gegen die Hyksos-Herrscher (um 1550 v. Chr.), und das des Setau, eines Priesters unter Ramses III. (1184-1153 v. Chr.). Der Stil der Wandmalereien der frühen 18. Dyn. nimmt jenen in den ersten thebanischen Adligen-Gräbern des Neuen Reiches vorweg.
1967 entdeckte Paul Vermeersch eine Reihe von Lagerplätzen aus dem Epipaläolithikum mit deutlich ausgeprägten Schichten, die mittels der Radiokarbonmethode auf 6400-5980 v. Chr. datiert werden konnten. Es handelt sich dabei um die Fundstätten der mikrolithischen Industrie von Elkab, die eine Lücke in der Chronologie der vorgeschichtlichen Kulturen Ägyptens zwischen dem Jungpaläolithikum (um 10000 v. Chr.) und dem Protoneolithikum (um 5500 v. Chr.) schliessen.


 

 

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