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Altes Ägypten, Pharaonen
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Demotisch (griech. demotika „volkstümliche [Schrift]“, „[Schrift] in allgemeinem Gebrauch“; auch als enchorisch, „einheimisch“ bekannt)

Kursivschrift, von den Ägyptern sech schat („Schrift für Dokumente“) genannt, die - ausser im Tempel- und Totenkult - das Hieratische, aus dem sie hervorgegangen war, bis zur 26. Dyn. (664-525 v. Chr.) abgelöst hatte. Zunächst wurde sie nur für Handels- und Verwaltungsdokumente verwendet, in der Ptolermäerzeit dann aber auch für religiöse, wissenschaftliche und literarische Texte wie das Pseudogeschichtswerk Demotische Chronik, die Anweisungen zum Balsamierungsritual des Apis, der Geschichtenkreis um Chaemwese und die Lehre des Anchscheschonaqi. Während Hieroglyphen in erster Linie für Steininschriften und das Hieratische für Ostrake und Papyri verwendet wurden, konnte das Demotische für alle üblichen Schriftträger gebraucht werden, was sein Auftauchen auf Stelen und (als eine der drei Textversionen) auf dein Stein von Rosette erklärt.
Demotisch blieb neben Griechisch während der gesamten Ptolemäerzeit in Gebrauch, wobei sein Überleben durch Besonderheiten der Verwaltung wie die Einrichtung separater griech. und äg. Gerichtshöfe gesichert wurde. Die spätesten ganz in Demotisch geschriebenen Geschäftsdokumente stammen aus den Jahren 130 und 175-176 n. Chr., und nach Naphtali Lewis' Ansicht ist der Niedergang Demotisch in erster Linie dem neuen Verwaltungssystem zu Beginn der Römerzeit (um 30 v. Chr.) zuzuschreiben: Es führte dazu, dass juristische und administrative Dokumente nur mehr in Griechisch verfasst wurden. Nichtliterarische demotische Ostraka finden sich noch 232/233 n. Chr., danach überlebte die Schrift nur noch in literarischen, religiösen und wissenschaftlichen „Werken“ sowie in Steininschriften (der letzte demotische Graffito in Philae stammt aus dem Jahr 452 n. Chr.). Einer der frühesten texte, in dem sich Spuren des koptischen Alphabets (griech. Buchstaben und sechs demotische Zusatzzeichen) finden, ist der demotische London-Leidener zauberpapyrus aus dem 3. Jh. n. Chr.


 

 

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