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Briefe an Tote |
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Die Ägypter glaubten, die
Welten der Lebenden und der Toten griffen ineinander über, so dass es
Verstorbenen möglich war, die Angelegenheiten ihrer Familie und Bekannten
interessiert zu verfolgen und evtl. sogar Rache an den Lebenden zu üben. Die
Angehörigen bemühten sich deshalb oft, durch Briefe, in denen sie stets um
Hilfe oder um Vergebung baten, mit ihren Verstorbenen in Kontakt zu treten.
Weniger als 20 solcher Briefe an Tote sind erhalten, doch wurde darauf
verwiesen, dass ihre weite geographische Verbreitung wohl auf ein
weitverbreitetes Gefühl schliessen lässt, man müsse mit den Verstorbenen
kommunizieren, und zwar der magischen Kräfte wegen, die diese nach
landläufiger Meinung im Jenseits erwarben. Die Briefe an Tote stammen aus
dem Zeitraum Altes Reich bis Ende Neues Reich (2686-1069 v. Chr.); in der
Spätzeit (747-332 v. Chr.) scheinen dann direkt an Gottheiten gerichtete
Briefe an ihre Stelle getreten zu sein. |
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