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Zu den in Ägypten
verbreiteteren Baumarten gehörten Akazie, Tamariske, Dattel- und Dumpalme
sowie Sykomore. Insgesamt waren Bäume relativ rar und damit etwas
Besonderes; vielleicht wurden deshalb viele von ihnen mit bestimmten
Gottheiten und mit dem Jenseits in Verbindung gebracht. So wurde z. B. die
Göttin Hathor zuweilen als „Herrin der Sykomore“ bezeichnet, aber auch
andere Göttinnen wie Isis und Nut waren mit der Sykomore verbunden. Kap. 109
des Totenbuches nennt zwei „Sykomoren aus Türkis“, zwischen denen der
Sonnengott am östl. Horizont allmorgendlich hervorkommt. In halb
menschlicher Gestalt wurde die Sykomore auch in die Grabdekoration
aufgenommen; häufig boten ihre Hände dem Verstorbenen Nahrung oder heiliges
Wasser dar. Die vielleicht ungewöhnlichste Version der heiligen Sykomore
findet sich in der Grabkammer Thutmosis' III. (1479-1425 v. Chr.): Inmitten
von Zweigen nährt die Baum-Göttin - in diesem Fall wohl Isis - den König an
ihrer Brust. |
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