eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Altes Ägypten, Pharaonen
A   B   CD   EFG   H   IJK   LM   NO   PQ   R   S   T   UVWYZ
 

Astronomie und Astrologie

Die Ägypter schmückten die Decken ihrer Tempel, Gräber und Särge oft mit Himmelsbildern, da die meisten Vorgänge im Toten- und Götterreich als Spiegelungen kosmischen Geschehens gedeutet wurden. So, wie man glaubte, dass die Himmelsgöttin Nut ihren sternenübersäten Leib über die Erde breite, so glaubte man auch, dass sie sich schützend über Mumien und die Tempel der Götter beuge. Im Alten Reich, ab der Regierungszeit König Wenis' (2375-2345 v. Chr., 5. Dynastie), führte der Glaube, Sterbliche könnten in Gestalt der Zirkumpolarsterne wiedergeboren werden, zur Abbildung unzähliger Sterne auf den Decken von Pyramidengängen und -kammern. Tatsächlich enthielt einer der Pyramidentext-Sprüche die Bitte, Nut möge sich über den Verstorbenen legen, damit dieser einen Platz erhielte unter den unvergänglichen Sternen und ihm ewiges Leben zuteil würde.
Die astronomischen Kenntnisse der ägyptischen Priester und Architekten der damaligen Zeit gehen aus frühen Beispielen der pedjsches-Zeremonie („Spannen des Strickes“) hervor, die zum ersten Mal auf einem Granitblock aus der Regierungszeit König Chasechemuis (um 2686 v. Chr., 2. Dynastie) belegt ist. Diese Methode basierte auf dem Anvisieren von Grossem Bären und Orion unter Verwendung eines „Instruments des Wissens“ (merchet), das ähnlich funktionierte wie ein Astrolabium, und eines aus der zentralen Rippe eines Palmblatts hergestellten Visiergeräts; auf diese Weise wurden die Grundflächen der Pyramiden und Sonnenheiligtümer nach den vier Haupthimmelsrichtungen ausgerichtet, wobei die Abweichung meist unter einem halben Grad blieb. Obwohl auch noch Texte und Reliefs in Tempeln aus späterer Zeit (so im Horus- Tempel von Edfu) dieses Verfahren beschrieben, scheint es zu einer blossen Zeremonie geworden zu sein, und in der Praxis wurden die Tempel einfach am Flusslauf ausgerichtet.
Die ältesten detaillierten Texte mit Bezug auf die Astronomie sind die „diagonalen Kalender“ oder „Sternenuhren“, die im frühen Mittleren Reich und auch in der Spätzeit auf hölzerne Sargdeckel gemalt wurden. Diese Kalender bestanden aus 36 Spalten mit den 36 Sterngruppen („Dekane“), in die der Nachthimmel eingeteilt war. Jeder Dekan stieg jährlich für einen Zeitraum von 10 Tagen bei Tagesanbruch über den Horizont empor. Am hellsten von allen leuchtete der Hundsstern Sirius (für die Ägypter die Göttin Sedepet), dessen Frühaufgang („heliakischer Aufgang“) um den 19. Juli mit dem Beginn der jährlichen Überschwemmung zusammenfiel und deshalb offenbar als recht bedeutendes astronomisches Ereignis galt. Der Gott Sah, mythischer Gemahl der Sepedet, war die Personifikation eines anderen Dekangestirns, des Sternbilds Orion.
Die Schwäche des mit Dekanen rechnenden Kalendersystems bestand darin, dass es die pro Jahr fehlenden sechs Stunden nicht berücksichtigen konnte, was sich zu einem Verlust von 10 Tagen alle 40 Jahre addierte. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass „Sternuhren“ aus aus dem Mittleren Reich jemals als Instrumente zur Zeitmessung betrachtet wurden. Dennoch wurden die Dekane später auf die Decken von Gräbern und Tempeln gemalt, zum ersten Mal im Grab des Senenmut in Theben-West (um 1460 v. Chr.). Die „astronomischen Deckenbilder“ im Osireion von Sethos I. in Abydos (um 1290 v. Chr.) und im Grab Ramses IV. (um 1150 v. Chr.) im Tal der Könige enthalten kosmologische Texte, die den Zeitraum von 70 Tagen beschreiben, welche jedes Dekangestirn in der Unterwelt, d. h. unter dem Horizont, verbringt.
Spätestens seit dem Mittleren Reich kannten die Ägypter fünf der Planeten; dargestellt wurden sie als Gottheiten, die in Barken über die Himmel fuhren. Diese „Nimmermüden“ waren Jupiter („Horus, der die beiden Länder begrenzt“), Mars („Horus-des-Horizonts“ oder „Horus-der-Rote“), Merkur („Sebegu“, ein mit Seth assoziierter Gott), Saturn („Horus, Stier des Himmels“) und Venus („der Überquerer“ oder „der Gott des Morgens“).
Die Decken vieler Gräber im Tal der Könige waren mit Himmelsbildern dekoriert. In den Gräbern Ramses' VI., VII. und IX. aus der 2. Hälfte des 12. Jh. V. Chr. wurde eine Gruppe von 24 sitzenden Figuren, die Sterne symbolisierten, in einem Gitternetz ans waagrechten und senkrechten Linien dargestellt; so liess sich die Zeit am Lauf der Sterne über den Himmel messen.
Das Horoskop (die Vorstellung, die Sterne könnten das Schicksal des Menschen beeinflussen) scheint erst in der Ptolemäerzeit nach Ägypten gekommen zu sein. Bis zum 1. J h. n. Chr. war der babylonische Tierkreis, dargestellt an der Decke der Osiris-Kapelle auf dem Dach des Hathor-Tempels in Dendera, auch hier übernommen worden. Die erhaltenen Listen von guten und schlechten Tagen standen offenbar nicht in Zusammenhang mit Astrologie, sondern mit religiösen Festen und mythischen Ereignissen.


 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik