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„Geburtsname“ (oder
Eigenname) mit der Bedeutung „Amun ist zufrieden“, der in der
Königstitulatur von vier Herrschern der 18. Dyn. vorkommt.
Amenhotep I. Djeserkara (1525-1504 v. Chr.) war der Sohn von Ahmose und
Ahmose Nefertari und der 2. König der 18. Dyn. Er scheint Nubien befriedet,
einen Tempel in der nub. Stadt Sai errichtet und Turi zum Vizekönig von
Kusch ernannt zu haben. Er kam vermutlich recht jung auf den Thron, so dass
wahrscheinlich seine Mutter während der ersten Jahre seiner Regierung als
Regentin agierte. Beiden gemeinsam wird die Gründung des
Nekropolenarbeiterdorfes Deir el-Medina zugeschrieben, wo sie bis in die
späte Ramessidenzeit kultisch verehrt wurden. Sein Bestattungsort ist nach
wie vor unbekannt, obwohl sein Grab in einem offiziellen Inspektionsbericht
aus den 16. Regierungsjahr Ramses' IX. (um 1111 v. Chr.) erwähnt ist. Er ist
der erste Pharao, der einen vom Grab selbst getrennt liegenden Totentempel
(oder „Haus der Millionen Jahre“) in Deir el-Bahri bauen liess. Über seiner
Kapelle errichtete jedoch später Hatschepsut ihren Tempel, und es ist
unklar, ob Amenhotep zusammen mit seinen Vorfahren der 17. Dyn. In
Dra-Abu`l-nag`a bestattet wurde oder in einem unbekannten Grab im Tal der
Könige (evtl. im schmucklosen Grab KV39, obgleich jüngste Untersuchungen
anderes vermuten lassen). Sein in der 21. Dyn. von Priestern in die Cachette
von Deir el-Bahri umgebetteter und in neue Binden gewickelter Leichnam ist
indes samt der Gesichtsmaske aus KAartonage erhalten; es ist die einzige
Königsmumie, die in der Neuzeit nicht ausgewickelt wurde.
Amenhotep II. Aacheperura (1427-1400 v. Chr.) war der 7. Herrscher der 18.
Dyn. und Mitregent und Nachfolger seines Vaters Thutmosis III. (1479-1425 v.
Chr.). Er wurde in Memphis geboren, seine Mutter war Königin
Meritra-Hatschepsut. Die erhaltenen Reliefs und Texte vermitteln den
Eindruck, er habe sich mit seiner körperlichen Tüchtigkeit gebrüstet, doch
ist es auch möglich, dass sich einfach eine neue heroische Vorstellung vom
Königtum durchsetzte. Den militärischen Erfolgen seines Vaters nacheifernd,
unternahm er drei Feldzüge nach Syrien; in Nubien, wo er Wesersatet zum
Vizekönig von Kusch ernannte und verschiedene Tempelbauten und
-ausschmückungen in Amada und Kalabscha anordnete, schien er dagegen keine
mil. Aktivitäten für nötig zu halten. Er liess eine Reihe von Heiligtümern
und Tempeln im Gebiet von Theben errichten, darunter Bauten in Karnak,
Medamud und Tod. Von seinem Totentempel in Theben ist nur wenig erhalten;
bestattet wurde er in Grab KV35 im Tal der Könige. Obgleich unvollendet,
umfasste die Grabdekoration eine vollständige Version des Amduat. Bei den
Ausgrabungen 1898 stellte Victor Loret fest, dass das Grab nicht nur
Amenhoteps Mumie (noch im Sarkophag) enthielt, sondern auch die Leichname
von acht weiteren Pharaonen (Thutmosis IV., Amenhotep III., Merenptah,
Sethos II., Saptah, Ramses IV., V. und VI.), drei Frauen (eine könnte
Königin Teje sein) und einem Jungen. Alle diese Mumien waren auf Anordnung
Pinodjems (einer der Hohenpriester des Amun in Theben während der 21. Dyn.)
in das Grab Amenhoteps gebracht worden, um sie vor Grabräubern zu schützen.
Amenhotep III. Nehmaatra (1390-1352 v.Chr.) war der Sohn und Nachfolger
Thutmosis' IV (1400-1390 v. Chr.), seine Mutter war Mutemwia. Er scheint
sich wenig für militärische Dinge interessiert zu haben: Abgesehen von der
Niederschlagung einer Erhebung in Nubien in seinem 5. Regierungsjahr, gab er
sich damit zufrieden, die von seinen Vorgängern geschaffene Ordnung
aufrechtzuerhalten. Allerdings scheint diese Politik kein voller Erfolg
gewesen zu sein, denn möglicherweise begannen während seiner langen
Herrschaft einige der Vasallenstaaten des syr.-paläst. Raumes von Ägypten
abzufallen und damit die Ausbreitung der Hethiter in der Levante unter den
letzten Königen der 18. Dyn. vorzubereiten. Ein Teil seiner
aussenpolitischen Korrespondenz ist in Form der Amarna-Briefe erhalten.
Die Zeit Amenhoteps III. ist vom offenkundigen Reichtum des Königshofes und
von hohem Niveau in Kunst und Architektur gekennzeichnet; das grosse
künstlerische Können seiner Zeit ist noch heute in den Gräbern hoher Beamter
wie Ramose und Chaemhat zu bewundern. Sein „Chefarchitekt“ Amenhotep, Sohn
des Hapu, war verantwortlich für den Bau des Säulenganges im Luxor-Tempel,
des 3. Pylonen in Karnak, des Totentempels (dessen Lage heute nur mehr die
Memnonkolosse andeuten) und seines Malkata-Palastes auf dem theb. W -Ufer.
Einige der Kunstwerke aus seiner Regierungszeit weisen schon die für die
Amarnazeit charakteristischen naturalistischen, unkonventionellen Züge auf,
und vermutlich hat bereits er den Aton zu seinem persönlichen Gott erkoren,
daneben aber auch noch die anderen Götter verehrt; auf diese Weise hat er
die spätere religiöse Revolution seines Sohnes Amenhotep IV (Echnaton;
1352-1336 v. Chr.) vorbereitet (und wohl auch gefördert), den er
möglicherweise gegen Ende seiner Regierungszeit zum Mitregenten machte (was
allerdings umstritten ist). Sein ältester Sohn und eigentlicher Thronerbe
war Thutmosis, der jedoch früh starb. Es gibt Vermutungen, Amenhotep III.
könnte auch der Vater von Semenchkara, Tutanchamun und Prinzessin Baketaten
gewesen sein, doch sind die Belege dafür dürftig. Auch die Ansicht, sein
Leichnam sei eine jener Königsmumien, die in das Grab Amenhoteps II.
umgebettet wurden, ist unter Fachleuten umstritten. Der fragliche Leichnam
ist der eines Mannes, der gegen Ende seines Lebens kränklich und korpulent
war. Das Grab Amenhoteps Ill. (KV22) befindet sich in dem Tal westl. vom
eigentlichen Tal der Könige. Es war mit Szenen aus dem Amduat dekoriert; bei
seiner Freilegung durch Howard Carter fanden sich in der Grabkammer noch an
die 50 kleine Fragmente des Sarkophagdeckels aus rotem Granit. |